Vorstand der Clubcommission


1. Vorsitzender
Sascha Disselkamp

stellv. Vorsitzende
Pamela Schobeß

Schatzmeister
Lukas Drevenstedt

Pressesprecher
Lutz Leichsenring


Erweiterter Vorstand


Marc Wohlrabe (Stadt Nach Acht | Steinland Consult)
Nina Lütjens (ARGE Musikstadt | Stiftung Zukunft)
Marcel Weber (SchwuZ)
Aleander Dettke (Wilde Möhre)
Kristin Trotta (Mensch Meier)
Falk Walter (Ipse | Freischwimmer)
Vera Meyer (Friedensfestival)
Jakob Turtur (Johnny Knüppel)
Anton Jäger (Hidden Institute)

Geschäftsstelle

Raimund Reintjes | Leiter der Geschäftsstelle
Gabriele Karamichalis | Mitgliedermanagement
Petra Sitzenstock | Musikpool | Beratungen | LiveKomm
Rainer Grigutsch | Club Stiftung
Maria Bischof | Projekte
Marianne Kube | Buchhaltung

+ Unterstützung durch wechselnde Praktikant_innen

Fragen zur Mitgliedschaft und Mitgliederbetreuung

Gabriele Karamichalis
Tel: 030 - 27 57 66 99
Email


   
   
   

Das Netzwerk für Berliner Clubkultur

Kulturgut und Wirtschaftsfaktor

Clubkultur ist ein Kulturgut, welches das soziale, kulturelle und wirtschaftliche Leben in Berlin maßgeblich mit gestaltet. Seit dem Jahr 2000 setzt sich die Clubcommission Berlin e.V. mit derzeit über 140 Mitgliedern dafür ein, die Berliner Club-, Festival-, OpenAir-, Party- und Kulturereignisveranstalter zu unterstützen und zu fördern. Der Verband ist damit bundesweit zum Vorbild für ähnliche Initiativen in allen deutschen Metropolen geworden, die sich im Laufe der letzten Jahre gegründet haben.

Berlin steht weltweit für eine der vielfältigsten Musikszenen. Dabei hat die Szenewirtschaft die Stadt und ihre Entwicklung durch ihre Kreativität und Innovationskraft wesentlich mit geprägt. Clubs, Festivals und Kultur-Veranstaltungen sind das Experimentallabor für Musiker und Produzenten und Ideen-Pools für Kreativwirtschaft-Branchen wie Mode, Film, Games und moderne Kunst. Hier werden neue Kontakte geschaffen, Projekte ausprobiert, Trends gesetzt und Nischen verteidigt. Von ihrer Wirkung auf Besucher und Fachkräfte profitieren auch andere Branchen im hohem Maße wie der IT/ Start-Up Bereich, die Gastronomie oder der Tourismus.

Arbeitsschwerpunkte


  • Kultur & Wirtschaft

Das Arbeitsfeld „Kultur- und Wirtschaftsförderung“ sichtet in den diversen Ressorts der öffentlichen Verwaltung Etats und Verantwortungen und entwickelt Vorschläge, wie die Club- und Veranstaltungskultur sinnvoll davon partizipieren kann. Wir befördern den Kulturgedanken hinter den Clubs und Spielstätten in dieser Stadt und helfen, Hemmschwellen und Vorurteile abzubauen. Wir übersetzen kreative Werte in die Sprache der Wirtschaftslobby und sind uns nicht zu schade, immer wieder Klinken zu putzen und Pionierarbeit zu leisten bei all jenen, die den Zusammenhang zwischen unserer Club- und Feierkultur, der Ausstrahlung Berlins und seinen wirtschaftlichen Effekten immer noch nicht verstanden haben. Wir reden von Kreativwirtschaft - auch um die Freiräume dieser Stadt für all jene zu schützen, die einfach nur ihre verrückten Ideen ausleben wollen. Wir produzieren kulturwirtschaftliche Argumente, erstellen Studien zu den wirtschaftlichen Effekten unserer Branche und suchen immer wieder auf Branchen- und Wirtschaftsevents den Dialog mit Vertretern aus Kultur und Wirtschaft. Dabei versuchen wir auch eine Balance zu bewahren, einerseits den Clubs den Rücken frei zu halten vom allgegenwärtigen Verwertungsdruck, andererseits aber auch den distanzierten Zweiflern aus popkulturell fernen Schichten die Ästhetik und Bedeutung unserer einzigartigen Clublandschaft näher zu bringen. Ansprechpartner: Nina Lütjens, Sascha Disselkamp

 

  • Open-Air

Hier beschäftigen wir uns mit dem Imagewandel gegenüber der Durchführung von spontanen Events im öffentlichen Raum wie Parks, Freigeländen und Off-Locations. Ziel unserer Arbeit ist die Steigerung der Akzeptanz bei Nachbarn und Parkbesuchern - und vor allem bei Polizei und Verwaltung gegenüber solchen Geselligkeiten. Gemeinsam mit der IHK organisieren wir Open-Air-Veranstalterseminare mit dem Ziel, über Strategien zur Lärm- und Müllvermeidung zu debattieren, die Rücksichtnahme auf Parkbesucher zu fördern - aber auch über die Rechte der Veranstalter zu informieren. Über freiwillige Selbstverpflichtungen bauen wir gemeinsam mit den Veranstaltern Misstrauen bei den Behörden ab und bieten der Polizei Kooperationsebenen an. Eine Veranstaltungsreihe "Geplantes Chaos" thematisiert die Macht des Spontanen und Temporären. Natürlich geht es hier auch immer um urbane Freiräume und die Frage: Wem gehört die Stadt? Ansprechpartner: Lukas Drevenstedt

 

  • Fair Kiez

Das Projektteam „Fair Kiez“ kümmert sich um die Spielregeln rund um die verschiedenen Problematiken im Zusammenhang mit dem nächtlichen Berlin. Wir entwickeln Tools und Mechanismen zur Vorbeugung von Standortverdrängung von Clubs aus den innerstädtischen Bezirken. Gleichzeitig suchen und befördern wir den Dialog mit den betroffenen Anwohnern, Gewerbetreibenden, Bars, Restaurants und Spätis in touristisch besonders frequentierten Kiezen, um hier gemeinsame Strategien für ein faires Miteinander zu finden. Dabei sind neben Lärm auch Müll, Kriminalität und der Verkauf illegalisierter Substanzen Themen, die für ein entspanntes Mit- oder Nebeneinander besprochen werden müssen. Die ClubCommission hält Kontakt zu Behörden und Institutionen, vermittelt Gutachter, Rechtsbeistände und hilft bei der Ansprache von Ämtern und Medien. Ansprechpartner: Rainer Grigutsch

 

  • Politik

Berlin braucht einen Masterplan für die Entwicklung der Szenewirtschaft. Für dieses Ziel hat sich die ClubCommission mit den Branchennetzwerken Berlin Music Commission und Labelcommission Berlin sowie mit über 400 Berliner Musikunternehmen zur Kampagne „MUSIK 2025 BERLIN“ zusammengeschlossen. Wir haben u.a. durchgesetzt, dass Berlin ein Musikboard bekommen hat, das die Interessen der Branche bündeln und moderieren soll. Die ClubCommission ist Impulsgeber und Gründungsmitglied der Livekomm, dem Bundesverband der Musikspielstätten in Deutschland. Wir Berliner übernehmen dabei aufgrund unserer Expertise und vielschichtigen Beziehungen die politische Vertretung des Bundesverbands. Wir beteiligen uns an lokalen, landes- und bundesweiten Dialogprozessen, wirken auf Gesetzgebungsverfahren ein und tragen unsere Interessen in verschiedenste Ausschüsse und Arbeitsgremien. Wir stehen im Dialog mit allen relevanten Parteien und versuchen, gemeinsam mit der Politik den städtischen Kulturraum und das gesellschaftliche Miteinander zu gestalten. Und nicht zuletzt wollen wir auch der Politik eine Möglichkeit bieten, an unseren Lebenswelten ein Stück weit zu partizipieren. Denn Teilhaben heißt: verstehen! Ansprechpartner: Pamela Schobeß

 

  • Stadtentwicklung

Die ClubCommission setzt sich dafür ein, bei der Politik und der Verwaltung das Bewusstsein für den Wert und die Bedürfnisse der Musik- und Kulturszene zu schärfen. Gentrifizierungsprozesse führen zu massiven Problemen nicht nur für Anwohner - sondern auch für Musikspielstätten und andere Kultureinrichtungen. Wir möchten im Vorfeld Einfluss nehmen auf Flächennutzungs- und Bebauungspläne und bringen uns in die wichtigen Diskussionen mit Bürgerinitiativen, Parlamentariern, Fachleuten und Verwaltung zu den Fragen der Stadtentwicklung ein. Wir entwickeln Tools, erstellen Materialsammlungen und geben Expertisen für Bauvorhaben und städtebauliche Planungen. Mit dem von uns entwickelten „Clubkataster“ geben wir den Verwaltungen ein Planungstool an die Hand, das städtebauliche Fehler und Unachtsamkeiten zu Lasten von Club- und Kulturstandorten in Zukunft verhindern soll. Wir mischen uns ein und suchen nach Lösungen für problematische Interessenkollisionen in der Stadtentwicklung. Und wir fordern kulturelle Antworten auf die Frage ein: Wie wollen wir leben in unseren Städten?  Ansprechpartner: Lutz Leichsenring, Marc Wohlrabe

 

  • Geschichte

Ein relativ neues Betätigungsfeld der ClubCommission ist die Sichtbarmachung von Club-, Musik- und Popkultur im historischen Kontext. Schwerpunkte sind die Musikgeschichte im Öffentlichen Raum (z.B. mit dem Archiv der Jugendkulturen), Erinnerungskultur (z.B. musikgeschichtliche Stadtführungen, Bündnis East Side Gallery retten) und Migration von Clubstandorten im Zusammenhang mit Stadtentwicklung, einzelnen Baumaßnahmen und soziologischen Transformationsprozessen (z.B. „Clubkataster“). Wir kooperieren für Berlin u.a. mit universitären Akteuren, Kulturinstituten, lokalen Initiativen und tourischen Einrichtungen - und tauschen uns zu diesen Themen auch auf internationaler Ebene aus. Ansprechpartner: Eberhard Elfert

 

  • Internationales

Als Mitglied im europäischen Netzwerk Live DMA beteiligen wir uns am intentionalen Dialog über Belange der Clubs und Spielstätten im europäischen Kontext. Schwerpunkte unserer Arbeit sind die urbanen Folgeerscheinungen des Nachtlebens und der Touristik, ein europäisches Urheber- und Verwertungsrecht sowie die Förderung von Clubnetzwerken in anderen europäischen Ländern. Kreativpartnerschaften, etwa mit Detroit oder Thessaloniki, fördern einen Knowhow-Transfer, wie die strukturelle Förderung urbaner Kreativität Städten mit einem wirtschaftlich schwierigem Umfeld lebenswichtige Impulse verleihen kann. Unsere "Berliner Clubnächte" sind von São Paulo bis Hanoi international ein echter Exportschlager. Ansprechpartner: Lutz Leichsenring

 

  • Leistungsschutz | Verwertung

Leistungsschutzwahrnehmung und Verwertung von Musik ist ein gerade in den letzten Jahren kontrovers und heftig debattiertes Thema - auch bei uns. Wir versuchen, durch Nähe und zugleich einer kritischen Distanz die Interessen unserer Mitglieder in diesen Punkten angemessen zu vertreten. Das tun wir gegenüber der GEMA, wo wir uns im Kampf gegen unzumutbare Gebührenanpassungen massiv zu Wehr setzen (was für den im Mai 2012 gegündeten Bundesverband LiveKomm eine erste Bewährungsprobe war) und zugleich durch gemeinsame Arbeitsgruppen, etwa beim Thema "Trackgenaue Abrechnung", die Interessen der Clubmusik-Produzenten in puncto Erfassung und Vergütung zu implementieren. Parallel dazu befürworten und fördern wir die Gründung einer alternativen Verwertungsgesellschaft, damit die Auswüchse einer monopolisierten Situation beschnitten und Transparenz sowie Interessensausgleich beim Verwertungs- und Vergütungsvorgang gefördert werden. Ansprechpartner: Ole Möller, Raimund Reintjes

 

  • Gesundheit

Clubkultur und Gesundheit - geht das zusammen? Und wie! Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit haben wir ein Schulungsprogramm für Clubmitarbeiter zum Thema „Drogenkompetenz“ erarbeitet, dass nicht mit den üblichen Verbotsansätzen operiert, sondern die Interessen von Clubbetrieb und Wohlbefinden der Gäste in den Mittelpunkt rückt. Wir beraten, gemeinsam mit Partnern aus der Gesundheitsprävention, Clubs zu Möglichkeiten des vorbeugenden Gesundheitsschutz für Gäste und Mitarbeitende. In jüngster Zeit kommen wir zunehmend mit Themen rund um "Concious Clubbing" in Berührung, wo ein gesundes Speisen- und Getränkeangebot mit Clubkultur verknüpft wird oder über Formate wie Ravesport und Morning Gloryville ein Fitnessaspekt mit dem Spaßfaktor des Clubbings kombiniert wird. Trotzdem wird für uns der Clubkontext auch weiterhin als Möglichkeitsraum erhalten bleiben, körperliche Unvernunft zur geistigen Gesundheit zu pflegen! Ansprechpartner: Raimund Reintjes

 

  • Beratung und Weiterbildung

ClubConsult ist die Beratungsagentur der Clubcommission und bietet Dienstleistungen in den Bereichen Energiemanagement, neue Technologien, Finanzierung (u.a. Förderungen und Versicherungen) sowie Rechtsberatung. ClubConsult steht für langjährige Erfahrung, eine umfassende Expertise in der Szenewirtschaft und baut auf beste Kontakte zu anderen Branchen. Dies ermöglicht unseren Klienten eine Optimierung der betrieblichen Abläufe in Clubs und bei Veranstaltungen, reduziert Kosten und den Energieverbrauch nachhaltig.Ansprechpartner: Petra Sitzenstock

 

Ein besonderes Projekt im Rahmen der Weiterbildung und des interdisziplinären Dialogs hat die Clubcommission mit der internationalen Nachtleben-Konferenz "Nights - Stadt Nach Acht" ins Leben gerufen. Wissenschaftler, Praktiker, Verwaltungspersonal und Politiker, Kulturschaffende und Medienexperten diskutieren über drei Tage aus den verschiedensten Perspektiven Chancen und Probleme, Herausforderungen und Visionen der Nacht. Ansprechpartner: Raimund Reintjes, Marc Wohlrabe

 

  • Weitere Themen

Queer Clubbing | Der digitale Club | Future Party Lab | Hybrid Music Lab | CreAid | Lärmschutz | Sexual Harrasment | Creative Footprint | Nachtbürgermeister | Inklusion  u.v.m.  Mehr Infos dazu

 

 

Projekte und Initiativen unter Beteiligung der ClubCommission (Auszug)

STADT NACH ACHT - Konferenz zu Themen rund um die Ökonomie, Gesundheit und Stadtentwicklung und Kultur der Nacht

CLUBCONSULT
- Beratungsagentur für Clubs und Veranstalter

EastSideGallery retten! - Kampagne gegen die Bebauung des ehm. Todesstreifens an der East Side Gallery

ClubMob – Eventreihe für energie- und ressourcensparende Maßnahmen in Clubs

MUSIK 2020 BERLIN – Kampagne für den Musikstandort Berlin

ALL YOU CAN MEET –Netzwerktreffen der Berliner Kreativnetzwerke

Runder Tisch – zur Neuausrichtung der Berliner Liegenschaftspolitik

c3s – Initiative zum Aufbau einer alternativen Verwertungsgesellschaft

Pop im Kiez / Fair Kiez -  Förderung von Maßnahmen für ein positives Miteinander von Live-Musik und Nachbarschaft

BEST - Schulungsprogramm für Clubs, Festivals und Veranstalter zur Steigerung der Drogenkompetenz der Mitarbeitenden

Open-Air Veranstalterworkshops – Workshop in Kooperation mit der IHK zur Öffnung und Akzeptanz des Öffentlichen Raumes als Freiraum für Open Air Kultur

Enter The Void – Veranstaltungsreihe in Berlin, Amsterdam, Riga und Budapest zur Aneignung öffentlicher Räume durch subkulturelle Jugend(musik-)kulturen

ClubkulTour / Clubattackauf verschiedenen Touren durch die Stadt an hitorische Orte Berliner Clubkultur bleibt/ wird  Clubgeschichte lebendig

 

Die Clubcommission engagiert sich in folgenden Initiativen und Verbänden)

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Werde jetzt Mitglied der Clubcommission! Anmeldeformulare und unsere Satzung findest Du hier.