| Stellungnahme Clubcommission |
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Stellungnahme
der Clubcommission Berlin e.V. im Kesselhaus in der Kulturbrauerei Die Clubcommission Berlin e.V. empfiehlt ihrem Mitglied „Kulturbrauerei“ mit Nachdruck, das geplante Konzert von Sizzla am 26.11.2009 im Kesselhaus der Kulturbrauerei abzusagen! Gleichwohl sind wir der Meinung, dass diesem Interpreten keine Auftrittsmöglichkeit in Berlin, auf welcher Bühne auch immer, gewährt werden sollte.
Begründung: Sizzla selbst unterzeichnete zwar im Jahre 2007 die sogenannte „Reggae Compassionate Act“, in welcher sich die Unterzeichner zur Nächstenliebe, Respekt gegenüber Andersdenkenden etc. selbst verpflichten. Davon hat er sich in der Folge jedoch mehrfach distanziert, und stoppt auch seine volksverhetzenden Mordaufrufe gegen Homosexuelle nicht. In seinem 2008 veröffentlichten Titel „Nah Apologize“ ist nämlich genau davon die Rede. Die letzen beiden Alben des Interpreten wurden daher von Bundesprüfstellen indiziert. Homophobie, auch soziale Ausgrenzung und Rassismus, in Falle von Sizzla sogar Mordaufrufe gegen Minderheiten dürfen keine Bühne bekommen, weder in Berlin noch weltweit! Wir freuen uns, dass Verbände, Politiker aller demokratischen Parteien sowie Staatsregierungen eine gemeinsame Sprache sprechen und versuchen Auftritte von Sizzla und damit die Verbreitung volksverhetzenden Gedankenguts zu verhindern. Es scheint, als seien bei der Buchung von Sizzla die angesprochenen Hintergründe und die politische Brisanz nicht ausreichend recherchiert worden. Das zeigt auch die Pressemitteilung auf der Website unseres Mitglieds zum Konzert, in welcher mit keinem Wort dazu Stellung bezogen wird. In der Erklärung des Kesselhaus-Teams vom 24.11.2009 wird die „homophobe Haltung des Künstlers“ eingeräumt. Auch distanziert sich unser Mitglied erwartungsgemäß von jeglichen Äußerungen in Richtung Lesben- oder Schwulenfeindlichkeit. Dies hat mehrere Maßnahmen beim Konzert zur Folge, die wir als Clubcommission Berlin e.V. im Falle des Auftritts von Sizzla ausdrücklich begrüßen. Die Clubcommission Berlin e.V. empfiehlt dem Kesselhaus-Team jedoch aus den genannten Gründen die komplette Absage des Konzerts. Dieser Schritt würde den Fehler der unbedarft wirkenden Buchung des Künstlers deutlich konsequenter korrigieren. Dies überlagert unserer Meinung nach den Ansatz des KH, dem Künstler Grenzen aufzuzeigen und in einen Dialog mit ihm zu treten. Es muss ein Interessensabgleich stattfinden zwischen der negativen Signalwirkung eines Auftritts, dem damit verbundenen Imageschaden, der übrigens auch die CC tangiert, und der Belehrbarkeit des Herrn Sizzla.
Die letzte
Entscheidung darüber obliegt allerdings ausschließlich unserem Mitglied!
CC, Der Vorstand am 26.11.2009 |