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In Berlin sind alle Segmente musikwirtschaftlicher Wertschöpfung und viele Genres populärer Musik hochkompetent vertreten. Das entscheidende Wachstumspotential liegt in der besseren Vernetzung dieser dezentralen Branchenstruktur.
Um diese Standortqualitäten zu erhalten, Potentiale zu entfalten und den kulturellen wie wirtschaftlichen Effekt für Berlin weiter auszubauen, planen die Koalitionspartner die Einrichtungen eines „Music-Boards“. Damit erfüllen sie eine zentrale Forderung der Branchennetzwerke Berlin Music Commission, Clubcommission und Label Commission, welche in ihrem Positionspapier MUSIK 2020 BERLIN weitreichende Handlungsempfehlungen zum Thema Kultur-, Wirtschafts- und Stadtentwicklungspolitik gemacht haben.
Die Kampagne MUSIK2020 bündelt die Positionen über 400 Akteure der drei Musiknetzwerke. Die bisherige Netzwerkfinanzierung über Mitgliedsbeiträge und einzelne Förderprogramme ist bis heute äußerst fragil. Ohne eine institutionelle Grundsicherung ist das Cluster in seiner Existenz akut bedroht, daher soll die die Einrichtung eines Music-Boards zur strategischen Entwicklung der Berliner Musikwirtschaft beitragen.
Dieses Instrument soll als Kooperationsformat zwischen Branche und Politik unter inhaltlicher Steuerung durch die im Musik Cluster vereinigten Branchennetzwerke angelegt werden und sich auf die strategischen Aufgaben der Branche fokussieren. Bei der Sicherung der Infrastruktur der Musikbranche spielen auch die Clubs eine wichtige Rolle. „Die freie und divergente Clubszene ist der Motor für die Entstehung von Popmusik und ist wichtig für künftige Stadtentwicklung“, sagt Lutz Leichsenring, Vorstandsmitglieder der Clubcommission e.V., der die Einrichtung eines Music-Boards sehr begrüßen würde. Aber auch Nachwuchsförderung, Professionalisierung und Weiterbildung, sowie Forschung und Entwicklung auf der Agenda der Netzwerke. Eva Kiltz, Geschäftsführerin des VUT - des Verbandes unabhängiger Musikunternehmen, begrüßt ebenfalls diese Entwicklung: „Wir brauchen für die Branche endlich internationales Standortmarketing welches zentral koordiniert und nachhaltig konzipiert ist.“ Olaf Kretschmar, Clustermanager der Berlin Music Commission ergänzt erwartungsvoll: „Wir freuen uns darauf, nun zukunftsträchtige Instrumente zur Weiterentwicklung der Berliner Musikbranche erarbeiten zu können und stehen für weitere Schritte bereit.“
















